Winkler: Hoffnung auf weiteres Peterka-Jahr in München, Ex-DEG-Star vorerst kein Thema

Manager Christian Winkler glaubt fest an eine Austragung der DEL-Saison 2020/21. In einem Interview spricht er von einer gewissen Verpflichtung die Spielzeit durchzuführen und über die Kaderplanung des EHC Red Bull München: Bleibt J.J. Peterka und kommt vielleicht ein Nationalspieler aus Düsseldorf?

München erwacht aus dem Eishockey-Sommerschlaf. Doch während auf dem Eis ab 1. August endlich wieder die Pucks über das Eis sausen, versucht Christian Winkler die organisatorischen Weichen zu stellen. Nicht nur in München, sondern dank seiner Beförderung zum Managing Director von Red Bull Eishockey auch in Salzburg (wir sprachen darüber in Podcast-Folge 3). In einem Interview mit dem “Münchner Merkur” spricht der 49-Jährige über die kommende Saison und die Lage beim EHC Red Bull München.

Winkler: “Tendenz, dass man nicht antritt, ist für mich nicht spürbar”

Mitte November soll die DEL starten, doch Gerüchte über eine mögliche Aussetzung der Spielzeit 2020/21 brodeln in der Gerüchteküche weiter. “Eine Tendenz, dass man nicht antritt, ist für mich auch nicht spürbar”, kommentiert Winkler. “Ich denke, wir sind es Fans, Partnern und der Sportart schuldig, dass wir spielen. Mich hat es gefreut, dass alle 14 Clubs der DEL die Lizenz bekommen haben. Wir müssen halt verstehen, mit der Situation umzugehen.”

Dem coronabedingten Training in Kleingruppen gewinnt Winkler sogar etwas Positives ab: “Die Trainer konnten individuell auf die Spieler eingehen, für einige war das von Vorteil.” Zuletzt hatte er erklärt, man werde zunächst keine weiteren Veränderungen mehr vornehmen und mit dem aktuellen Kader in die Vorbereitung starten. Die einzigen Neuzugänge bleiben somit Nicolas Appendino (21, RB Juniors) und der Ex-NHL-Spieler Zach Redmond (31, Rochester Americans), der zu Wochenbeginn in München landete.

Bodnarchuk und Parlett “erst mal raus” – Kammerer vorerst kein Thema

Keine neuen Verträge erhalten hatten die beiden Kanadier Andrew Bodnarchuk (32) und Blake Parlett (31), beide seien “jetzt erst mal raus. Am Ende der vergangenen Saison hatten wir angedacht, mehr Leute abzugeben und dazu zu holen, doch haben das der Situation geschuldet alles verworfen.” Das letzte Wort ist also hier möglicherweise noch nicht gesprochen.

Zurück nach München kommt Jakob Mayenschein (23), der ein Jahr an die Augsburger Panther verliehen war. Ein Akteur, der zuletzt immer wieder mit dem EHC Red Bull München in Verbindung gebracht wurde, ist Maximilian Kammerer. Der Nationalspieler (23) erhielt in Düsseldorf aus finanziellen Gründen keinen neuen Vertrag. “Er ist ein interessanter Spieler, aber aktuell kein Thema”, meint Christian Winkler und schiebt die Gerüchte damit vorerst beiseite.

Peterka vor NHL-Draft – reale Chance auf Verbleib beim EHC bis 2021

Etwas unsicherer ist die Situation bei Justin Schütz (20) und John-Jason Peterka (18). Während bei Schütz die Signale auf Verbleib in München stehen, schickt sich Peterka an beim NHL-Draft im Oktober an prominenter Position gezogen zu werden. Laut Christian Winkler habe man viele Gespräche mit Scouts geführt. 70 Prozent der interessierten NHL-Clubs würden es demnach begrüßen, wenn er noch ein Jahr in München spielen würde.

Grundsätzlich werde man Peterka aber keine Steine in den Weg legen, sollte ein NHL-Team ihn sofort nach Nordamerika holen wollen, so Winkler weiter. Peterka wäre nach Niklas Treutle (2015, Arizona) und Dominik Kahun (2018, Chicago) der dritte Münchner, dem der Sprung zu einem NHL-Team gelingt.

Bildquellen

  • ICE HOCKEY – DEL, Wolfsburg vs RB Muenchen: GEPA pictures / City-Press / Marco Leipold

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